Nachgerechnet: Keller gut gefüllt — Weinbestände im Vergleich zum Vorjahr gestiegen

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Der Weinbestand in Deutschland ist um rund 15 Prozent angewachsen.

Einmal jährlich, zum Stichtag 31. Juli, werden EU-weit die bei Erzeugern und im Handel lagernden Weinbestände erfasst. Zur Situation im laufenden Jahr haben EU-Kommission und Statistisches Bundesamt jetzt die neuesten Daten veröffentlicht. In den EU-Mitgliedstaaten summierte sich zum jüngsten Stichtag die Bestandslage an Wein auf rund 178 Mio. Hektoliter. Gegenüber dem langjährigen Mittel seit 2010 ergibt sich daraus ein Plus von 15,2 Mio. Hektoliter (9,3 %) und im Vergleich zum Vorjahr eine um 23,7 Mio. Hektoliter bzw. 15,3 Prozent höhere Bestandlage. Von den Weinbeständen lagerten zuletzt 73 Prozent bei Erzeugern und 27 Prozent im Handel.

In der EU hatten auf Erzeugerseite Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung einen Anteil von 61 Prozent, Weine mit geschützter geografischer Angabe 17 Prozent. 22 Prozent der Bestandsmenge waren Weine ohne g.U./g.g.A.

Der EU-Weinbestand beläuft sich auf rund 178 Millionen Hektoliter

Miriam Berner, DWV-Fachmann für Zahlen und Daten

161 Mio. Hektoliter bzw. 90 Prozent vom Weinbestand in der EU lagerten in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Deutschland. In Deutschland wurde zum 31. Juli 2019 ein Weinbestand von 12,8 Mio. Hektolitern registriert. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer um 15,3 Prozent höheren Bestandslage.

Vom Gesamtbestand waren 9,1 Mio. Hektoliter deutscher und 3,7 Mio. Hektoliter ausländischer Wein bzw. 7,7 Mio. Hektoliter Weiß- und 5,1 Mio. Hektoliter Rotwein. 2,3 Mio. Hektoliter der Weinbestände entfielen auf Schaumweine.

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