Nachgerechnet: Duale Berufsausbildung in Zahlen

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Daten von Destatis und BLE belegen einen Rückgang im Ausbildungsberuf »Winzer/-in«

Im Jahr 2018 gab es in Deutschland insgesamt 1,3 Mio. Auszubildende in einer dualen beruflichen Ausbildung. Diese Zahl beinhaltet 0,5 Mio. Auszubildende, die 2018 neu in die Berufsausbildung eingestiegen sind (Quelle: Destatis). Die insgesamt registrierte Anzahl an Ausbildungsverhältnissen liegt damit um 0,5 Prozent höher als 2017; die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt um 1,2 Prozent höher. Dieser Anstieg ist ausschließlich auf männliche Auszubildende zurückzuführen; das Interesse bei Frauen an einer dualen Ausbildung ist zeitgleich um 1 Prozent gesunken und das nicht nur in jüngster Zeit, sondern auch in der längerfristigen Betrachtung, seit 2008 sogar um 25 Prozent. Ende 2018 summierten sich die Ausbildungszahlen im Bereich »Land-, Forstwirtschaft und Fischerei« auf insgesamt 32.493 Auszubildende (Quelle: BLE). Damit berechnet sich der Anteil des Agrarsektors an der dualen Berufsausbildung im Ganzen auf 2,4 Prozent. Jeder 41. Azubi macht also eine Lehre im Agrarsektor. Dort allerdings entwickeln sich die Ausbildungszahlen rückläufig. Wurden 2010 in Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei noch rund 38.000 Nachwuchskräfte ausgebildet, waren es 2018 nur noch rund 32.000 (-16 %).

Die Anzahl an Ausbildungsverhältnissen im Beruf Winzer war 2018 erstmals deutlich rückläufig

Dr. Klaus Rückrich, DWV-Fachmann für Zahlen und Daten

In der Berufsausbildung »Winzer/-in« waren 2018 816 Azubis registriert, davon 189 Frauen. An allen 1,3 Mio. Auszubildenden in einer dualen beruflichen Ausbildung in Deutschland beträgt der Anteil der Winzer 0,006 Prozent, ihr Anteil im Agrarsektor entspricht 2,5 Prozent. 2018 haben 315 Auszubildende ihre Berufsausbildung zum Winzer erfolgreich abgeschlossen und 324 Auszubildende eine Ausbildungsstelle angetreten. Die in den letzten beiden Jahren vergleichsweise hohen Absolventenzahlen im Ausbildungsberuf Winzer dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass derzeit weniger Neuauszubildende nachgerückt sind. Die Anzahl der Ausbildungsverhältnisse war 2018 erstmals deutlich rückläufig und konfrontiert die Branche mit der Herausforderung, den Bedarf zukunftsorientiert zu klären und gegebenenfalls die Nachwuchswerbung zu intensivieren.

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