Abschlussbericht Tagung Weinbau.Zukunft.Donauraum

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Einleitung und Einführung
Der Präsident des DWV Klaus Schneider eröffnete die internationale Tagung via KUDO und begrüßte ca. 60 Teilnehmer in sechs Delegationen aus den Staaten Österreich, Ungarn, aus der Republik Tschechien, Rumänien, Bulgarien und Deutschland. Er richtete seinen herzlichen Dank an das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, das das mehrjährige Projekt „Weinbau.Zukunft.Donauraum“ finanziert und eng begleitet. Es wurde ein Grußwort der Staatssekretärin Gurr-Hirsch eingespielt. Er führte weiter aus, dass die Sitzung eigentlich als Präsenzveranstaltung in Ungarn hätte stattfinden sollen. Er dankte dem ungarischen Agrarministerium für seine freundliche Einladung nach Budapest und es folgte das Grußwort des Staatssekretärs Dr. Feldmann aus dem ungarischen Agrarministeriums.

Inhalt und Themen
Während in der Auftaktveranstaltung 2018 in Stuttgart der Fokus auf dem Vergleich bzw. der Beurteilung der Auswirkungen des Klimawandels lag, ging es im Gegensatz dazu auf dieser Konferenz um die Frage nach den Möglichkeiten zum Umgang mit dem Klimawandel – insbesondere auch im internationalen Vergleich – und um Überlegungen, wie ein effektiver gemeinsamer Austausch in Zukunft aussehen sollte.

Die Veranstaltung teilte sich in fünf Blöcke.

1 . Im ersten Block unter dem Titel: „Risk assessment – sustainability (Viticulture)“ drehte es sich inhaltlich um technische Maßnahmen wie Bodenmanagementsysteme, Rebzüchtungen, Bewässerungsanlagen, Frostschutz, Zwischenbegrünung aber auch um Schädlinge, und Pflanzenkrankheiten. In der Diskussion wurden insbesondere die Möglichkeiten von besserem Bodenmanagement, schädlingsresistenten Rebsorten, Wassermangel als Stressfaktor, die Kirschessigfliege samt ihrer Bekämpfung und neue Herausforderungen der Rebenzüchtung
diskutiert.

Im zweiten Block „Defensive, sustainable & knowledge-based processing (Enology)” wurde in den Vorträgen zu den Themen Alkoholreduktion, Schwefel, Digitalisierung im Keller und Nachhaltigkeit/ökologische Erzeugnisse dargestellt. Die Diskussion entwickelte sich zu dem Nachhaltigkeitsvorgehen in Österreich, die einen Sonderweg der Zertifizierung betreiben, Naturwein, Inhaltsstoffe und Zertifizierungen im Sektor. In der Diskussion spiegelten sich insbesondere technische Fragen zur Reduktion des Alkoholgehaltes wider.

Im dritten Block „Consumer – acceptance and preference (Marketing)“ wurde zum Thema Akzeptanz des Verbrauchers für neue Produkte, die Herausforderung mit hö-herem Alkoholgehalt, Weintourismus und seine Bedeutung und zur Preisermittlung referiert. Die Diskussion entwickelte sich um die fünf Abschlusshypothesen (Folie 13) des Referenten.

Im vierten Block referierte der DWV selbst unter dem Thema „Further training and knowledge transfer”. Sowohl im Referat als auch in der Diskussion drehte es sich um die Frage der Doppelforschung in verschiedenen Ländern und einen effektiveren Aus-tausch der Ergebnisse.

Im letzten Block „Prospects for the future of the exchange platform” herrschte unter allen Teilnehmern Einigkeit, dass der internationale Austausch für die gemeinsamen Anrainerstaaten der Donau aufrecht erhalten bleiben soll und dass insbesondere die transnationale Mobilität in Lehre und Ausbildung zu stärken ist.


Vor dem Dank an alle Referenten und Teilnehmer hielt DWV-Präsident Schneider zu den Tagungsinhalten, geäußerten Interessen und Aufgaben Folgendes fest:
a.) Frost: Interesse an einem Vergleich der staatlichen Förderungen
b.) Hagel: Interesse an einem Vergleich der staatlichen Förderungen
c.) Trockenheit und Wasserverfügbarkeit: Bewältigung ist große Herausforderung für alle. Austausch zu Lösungsansätzen, ein Vorsorgeplan durch staatliche Stützung wird als wichtig erachtet.
d.) Trockenresistente Reben und Unterlagen: Züchtung ist ein Schwerpunkt, Forschung dazu stärken, nicht nur zur Pilzresistenz, auch zur Frostresistenz
e.) Pflanzenschutz, Nachhaltigkeit und Akzeptanz des Verbrauchers: Erwartungen und Kosten in Übereinstimmung zu bringen. Nutzung neuer Technologie kann dazu beitragen
f.) Akzeptanz am Markt: Eine Grundlage ist die Sicherung eines marktgängigen Weinstils, Alkoholmanagement erfordert besondere Beachtung. Alkoholfreier Wein bleibt ein Thema.
g.) Terminhinweis auf 64. Internationalen DWV-Kongress 2022 in Stuttgart – hoffentlich wieder persönlich mit Abschluss dieses Projektes.

de_DEDeutsch
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